Was ist ein BFD 27+?

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst. Im BFD engagieren Sie sich in sozialen Einrichtungen, wie in der Kinder und Jugendhilfe, in Kirchengemeinden sowie in Krankenhäusern oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dabei haben Sie eine fachliche Anleitung an Ihrer Seite. 

Der Bundesfreiwilligendienst steht allen Altersgruppen offen und hat keine Altersgrenze. Im Bundesfreiwilligendienst 27+ (BFD 27+) haben somit Menschen über 27 Jahren die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst zu absolvieren.

Der BFD 27+ ist eine praktische Hilfstätigkeit und kann in Voll- oder Teilzeit mit mindestens 20,5 Wochenarbeitsstunden absolviert werden. Sie bekommen für Ihr freiwilliges Engagement ein Taschengeld und einen Verpflegungszuschuss. Zudem sind Sie ausreichend versichert, denn die Tätigkeit ist sozialversicherungspflichtig

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht im Juli 2011 wurde der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt und als gesetzlich geregelter Freiwilligendienst mit 35.000 Freiwilligen in Deutschland etabliert. Damit ist erstmals ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst für Personen über 27 Jahren möglich. Seitdem bietet die Freiwilligendienste DRS gGmbH den Bundesfreiwilligendienst 27+ an. Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart (Raum Württemberg) hat die Freiwilligendienste DRS einen Rahmen und ein Bildungskonzept für den BFD 27+ erarbeitet. Denn der BFD 27+ ist mehr als das tatkräftige Helfen im sozialen Bereich. Als Lern- und Orientierungsangebot ergänzt ein Bildungsprogramm mit einem regelmäßigen Coaching-Angebot Ihr Engagement.

Der BFD 27+ ist Vielfalt. Menschen, die einen BFD 27+ leisten, befinden sich in unterschiedlichen Lebensphasen und machen aus unterschiedlichen Gründen einen BFD 27+:

  • Ruhestand sinnvoll gestalten: sie wollen in ihrer dritten Lebensphase aktiv sein und ihre Lebenserfahrung für die Gesellschaft einbringen. 
  • Orientierung und Sinn finden: sie wollen einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen und anderen Menschen helfen. Manche wollen sich beruflich umorientieren und ihre Zeit sinnvoll nutzen. Dabei prüfen sie, ob der soziale Bereich ein passendes Berufsfeld für sie ist.
  • Chancen nutzen und Zeit überbrücken: sie wollen nicht daheim sitzen und nutzen den BFD 27+, um ihrem Leben eine Alltagsstruktur zu geben und Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln.

Genau diese Heterogenität macht den BFD 27+ so einmalig. Bei den Bildungstagen nehmen Personen zwischen 27 und 70 Jahren teil, Menschen ohne Schulabschluss bis hin zu promovierten Personen, aus allen beruflichen und sozialen Schichten, mit den unterschiedlichsten Motivationen und Lebensläufen. Eine spannende Zeit wartet auf Sie!

 

Sie sind unter 27 Jahre alt? Informieren Sie sich über freie Stellen, Rahmenbedingungen und Abläufen im Jugendfreiwilligendienst auf der Website www.ich-will-fsj.de. Wir bieten neben dem BFD auch das "Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ) an. Es macht keinen Unterschied, ob Jugendliche einen BFD oder FSJ leisten. Wir behandeln beide Dienstformen im Jugendfreiwilligendienst gleich.